Juni 2016



Das wird man vermutlich nur einmal erleben  -  Mein Sommerhighlight 2016


Ich habe vor ein paar Jahren damit begonnen die Wildvögel ganzjährig zu füttern und habe sie auch in diesem Jahr mit einem speziellen Aufzuchtfutter unterstützt. Mitte Juni sah ich aus dem Fenster und traute meinen Augen kaum ...  ein obermegasüßes Fuchsbaby saß unter dem Vogelfutterhaus und inhalierte förmlich die Körner, Haferflocken und Mehlwürmer die auf der Erde lagen. Ich konnte mich überhaupt nicht mehr losreißen und war bestimmt 1 Stunde nur am gucken und auch fotografieren. Da dachte ich noch es wird eine wirklich einmalige Gelegenheit sein so ein süßes Dingelchen so nah vor Augen zu haben. Weit gefehlt, der kleine Futtergast kam auch an den nächsten Tagen pünktlich zur Mittagszeit und nahm gierig die Nahrung auf.
Da Vogelfutter nicht unbedingt Fuchsfutter ist, stellte ich ihm (oder ihr ?) Hundedosenfutter raus - das traf wohl nicht zu 100 Prozent den Geschmack, Katzenfutter dafür aber umso mehr. Da mir das aber auch nicht wirklich richtig erschien für das wachsende kleine Wesen, kaufte ich Hühnerherzen, Hühnerhälse, Hühner- und Putenfleisch. "Mein" Kleiner kam jeden Tag und an den Spuren im Gebüsch am Grundstück konnte man auch sehen das er wohl desöfteren auch hier geschlafen und geruht hat. Vorteil für ihn war ganz klar das Maisfeld nebenan, denn er konnte ungesehen vom Wald an seine Futter- und Schlafstelle kommen.
Er wuchs gut heran und die Besuche wurden dann auch seltener. Als das Maisfeld dann abgeerntet war, konnte ich ihn nur noch zweimal hier sehen, dann begann (hoffentlich) seine Suche nach einem geeigneten, eigenen Revier.
Auf unseren Spaziergängen haben wir noch in der Nähe desöfteren einen Jungfuchs gesehen, ob es "unserer" war, das ließ sich nicht feststellen.

Dieses Erlebnis im Sommer 2016 war einfach einzigartig und grandios und davon werde ich noch lange, lange "zehren" können. Es wird sicherlich einzigartig bleiben aber ich durfte für eine Weile dem heranwachsen eines Fuchskindes zusehen.

Dem "Foxy" wünsche ich ein langes und glückliches Leben und ich hoffe sehr dass er immer gut aufpaßt und die Menschen meidet.
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Allerdings hat die Geschichte mit dem süßen kleinen Foxy auch eine sehr sehr negative Vorgeschichte.
Ich war mit Dario am 11. Juni 2016 gerade auf dem Rückweg von einem sehr ausgiebigen Morgenspaziergang als ich neben dem Weg merkwürdige Laute und Regungen bemerkte. Ich ließ Dario absitzen und ging nachschauen ... und es stehen mir noch immer die Tränen in den Augen denn es lag dort ein Fuchs im Todeskampf. Er hatte extreme Krämpfe, Atemnot und er blutete sowohl aus der Schnauze wie auch aus dem After. Kein Zweifel möglich, dieses Tier wurde vergiftet, bestialisch ermordet !
Ich lief mit Dario schnell nach Hause und fuhr dann sofort mit dem Auto wieder zu dem Fuchs - als ich wieder dort ankam, ca. 10 Minuten, war er tot.

In dem Bereich in welchem ich ihn aufgefunden habe und er auch verendete, war in den Tagen vorher immer und immer wieder eine "Diskussion" mit Dario nötig denn er wollte immerzu und unbedingt zu aufgeschlichtetem Holz hin - vermutlich waren da auch die Giftköder deponiert und das wohl auch schon länger denn Dario hatte 14 Tage vorher im Wald für mich Undefinierbares gefressen und hatte in den darauf folgenden Tagen Bauchweh, Durchfall etc. etc.
Kurz danach waren dann auf dem Weg Tierteile zu finden, vermutlich ein Schafskopf, Innereien, Pansen etc.. Auch das interessierte nicht wirklich jemanden obwohl es in Deutschland untersagt ist, in Wald und Flur Tierleichen aus- oder abzulegen.

Den toten Fuchs und den Verdacht auf Gift habe ich der Polizei gemeldet, leider aber versäumt Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Hätte ich das getan hätte die Polizei der Sache nachgehen müssen, so aber wars halt "nur" ein toter Fuchs und eine spinnerte Frau.

Wenn ich dann an Foxy denke der wenige Tage später bei uns auftauchte, liegt der Verdacht schon sehr nahe dass uns das Fuchskind gefolgt ist. Vielleicht war es ja seine Mama die ermordet wurde und in seiner Not begab er sich in menschliche Nähe.
Ich möchte nicht wirklich wissen wie viele Fuchswaisen es jedes Jahr gibt und wie vielen von ihnen ein langes und glückliches Leben in der Natur verwehrt wird.

Dieses Gebiet steht bei mir in besonderer Beobachtung und Dario darf dort auch nur an der Leine laufen denn wir sehen uns mehrmals wöchentlich dort alles sehr genau an und hoffen das dort nie wieder derartiges passiert.



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Sommer 2012

Schön wenn man sie in freier Natur in den frühen Morgenstunden beim spielen beobachten kann. Der Bestand hier scheint sich ein klein wenig zu erholen.
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Juli 2012

Ende Mai 2012 habe ich mit dem Rasentraktor ein kleines Hasenbaby aufgeschreckt. Das kleine Kerlchen war erst wenige Tage alt und flüchtete ins nahe gelegene Maisfeld. Unsere Hasenmama bleibt uns über die Jahre treu und bekommt ihren Nachwuchs nach wie vor hier direkt am Haus.
Junior ist mittlererweile kräftig gewachsen und frühstückt beinahe täglich im oberen Bereich unseres Gartens. Das Kennzeichen "weißer Fleck" hat auch er, diesmal allerdings war er ein Einzelkind. Er wird sicherlich noch lange hier verweilen, hier kann er sich gut verstecken und ist sicher.
Kann den kleinen Süßling nur durch die Scheibe fotografieren (die dank Amigo auch nie sauber ist), er ist scheu so wie sich das auch gehört



  • Frühstückspause
  • erstmal gucken ob die Luft rein ist
  • Löwenzahn suchen
  • und losfuttern
  • das schmeckt und macht groß und schnell
  • er ist immer sehr wachsam
  • und achtet auf das leiseste Geräusch
  • zuckersüß isser
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Alle Jahre wieder ......

wirft eine Feldhäsin in unserem Garten oder auf unserem Grundstück.
So auch wieder am 22. Mai 2006. Als wir die Kleinen entdeckten waren sie gerade geboren und teilweise noch naß. Faszinierend wie solch kleine Wesen sofort die Hasensprache beherrschen und ganz ganz ruhig sitzen bleiben. Nur das Näschen bebt vor Aufregung. Es kamen 3 kleine Feldhasen zur Welt und eines von ihnen hat, wie jedes Jahr, einen kleinen weißen Streifen in der Blesse. Sie sind so lieb wie sie da zusammengekuschelt sitzen und es fällt sehr schwer, sich wieder von ihnen zu entfernen. Ein paar Fotos habe ich dennoch gemacht, sie dann aber vollkommen in Ruhe gelassen. Die Hasenmama kam dann am späten Abend und hat für ihre Kleinen ein neues, geschützteres Plätzchen gesucht.


Selbstverständlich berühren wir die kleinen Wunderwerke der Natur nicht und halten auch unsere Tiere von ihnen fern damit sie eine reelle Chance haben, groß und kräftig zu werden.


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